Was ist ein Kommentkampf?

 

Der Kommentkampf ist meist vor allem Besitzer von Rüden ein Begriff. Das bedeutet aber nicht, dass sie auch wirklich wissen, was das bedeutet.

Ein großes Feld, der Hund springt über das Gras, schnuppert und bleibt plötzlich stehen. Von vorne kommt ein weiterer Rüde und der Halter denkt sich, dass sein Hund ja verträglich ist. Erst einmal sieht auch alles ganz gut aus. Dann bleiben die Hunde nebeneinander stehen, der Kamm stellt sich auf, die Lefzen werden gehoben und die Hundehalter wissen ganz genau, was jetzt gleich kommt. Der darauf folgende Kommentkampf ist ganz sicher nicht schön anzusehen und verbreitet meist Panik unter den Haltern.

Was gefährlich aussieht, muss nicht immer gefährlich sein

Eigentlich ist der Kommentkampf zwischen zwei Hunden etwas ganz Natürliches. Hier geht es um nichts anderes als um die Klärung der offenen Rangordnung. Daher wird er auch besonders häufig zwischen zwei, meist unkastrierten, Rüden beobachtet. Für die Halter sieht es auf den ersten Blick oft schlimmer aus als es ist. Das kann jedoch zu einem Fehlverhalten führen. Grundsätzlich möchten Hunde einander bei einem Kommentkampf nicht verletzen. Dennoch sind sie darauf konzentriert, sich durchzusetzen und den anderen zu maßregeln. Geht der Halter hier dazwischen, dann kann das ganz schnell in der einen oder anderen Bisswunde enden. Das bedeutet aber nicht, dass der Halter gar nichts machen soll. Grundsätzlich ist es möglich, dass aus einem einfachen Kommentkampf schnell ein sogenannter Beschädigungskampf entsteht. In diesem Fall ist es den Hunden sehr ernst und der Kampf kann bis zu blutigen Wunden an den Tieren führen.

Was ist zu tun?

Halter sollten sich wieder bewusst machen, dass sie die Führung des Rudels innehaben. Bei einer guten Erziehung des Hundes sowie Respekt vor dem Halter, sollte ein Pfiff genügen, um den Kampf zu beenden. Reicht dies nicht, dann kann das Dazwischenwerfen der Leine eine mögliche Lösung sein, die jedoch nicht immer funktioniert. Im Idealfall lassen es Halter gar nicht erst soweit kommen. Wer weiß, dass sein Rüde gerne einmal maßregelt und auch mit anderen Rüden nicht gut klarkommt, der sollte seinen Vierbeiner sofort an die Leine nehmen, wenn sich ein anderer Hund zeigt. Grundsätzlich sollte immer bedacht werden, dass Hunde einen starken Beschützerinstinkt haben. Auch bei einem Kommentkampf handeln sie vor allem mit dem Gedanken, ihr Rudel vor einem fremden Rüden zu schützen. Daher ist das Umgehen solcher Situationen immer die beste Wahl.

Den Hund ausreichend sozialisieren

Eine Kippung von einem Komment- zu einem Beschädigungskampf tritt vor allem bei Hunden auf, die einfach nicht wissen, was sie in diesem Fall tun sollen. Hat ein Hund nie gelernt, sich richtig zu unterwerfen oder aber die Zeichen anderer Hunde ausreichend zu deuten, können sich die Vierbeiner untereinander missverstehen. Daher ist es wichtig, den eigenen Hund möglichst von Anfang an mit anderen Vierbeinern zusammenzubringen. Das kann in der Hundeschule passieren aber auch einfach bei einem Spaziergang, wo der Halter bewusst Wege wählt, die von vielen Hundebesitzern als Tour genutzt werden. So lernt der eigene Hund, die Zeichen seiner Artgenossen richtig für sich zu deuten.

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